Umweltkonzept

Ökologischer Waschpark B27

Auto waschen mit Trinkwasser durchzuführen stellt einen großen Luxus dar. Für ein Auto wird in einer Express-Waschstraße, wie sie im Waschpark B27 vorhanden ist, ca. 500 Liter Wasser benötigt. Daher wurden im Waschpark B27 viele Maßnahmen realisiert, um der Ökologie größtmöglichen Tribut zu zollen.

Das gesamte Ökologiekonzept umfasst drei Eckpunkte der Ressourcennutzung:

– den Verbrauch an frischem Trinkwasser so gering wie möglich zu halten,
– die Abwärme der Motoren, die die Waschstraße betreiben mit einer Wärmepumpe wiederverwenden
– sowie die Sonnenenergie mit einer Solaranlage zu nutzen.

Die Solaranlage und die Wärmepumpe dienen der Warmwassererwärmung. Das Warmwasser wird in den SB-Waschplätzen zum Waschen genutzt und sowohl die SB-Waschplätze, als auch die Ein- und Ausfahrt der Waschstraße sind für den Winter mit Fußbodenheizung versehen um Eisbildung zu verhindern.

Durch diese Maßnahmen zählt der Waschpark B27 zu den umweltfreundlichsten Waschanlagen Deutschland’s.

Ökologiekonzept im Waschpark B27

In dem Gesamtkonzept hat die Wasseraufbereitung den größten Anteil inne:

Um für die mit Asphalt versiegelte Fläche des Gewerbeareals Au Ost 5 mit Waschpark, zusammen ca. 9500 m², einen ökologischen Ausgleich zu schaffen, wurden s. g. Rigolen im Erdreich des Waschparks vergraben. Diese dienen der Rückführung des Regenwassers direkt in das Grundwasser und stellen eine Versickerungshilfe dar. Denn bei starkem Regen würde sonst das Oberflächenwasser über den Asphalt direkt in der öffentlichen Kanalisation laufen. Die Rigolen sind ein unterirdisches Kammersystem, welches eine große Menge Regenwasser zwischenlagert um es dann so langsam an das Erdreich abzugeben, wie versickern kann.

Um den Verbrauch von frischem Trinkwasser für die Autowäsche möglichst klein zu halten, wurden im Waschpark B27 zusätzlich zwei weitere aufwendige Maßnahmen realisiert:

  1. Eine riesige Zisterne wurde im Erdreich des Waschparks versenkt. In dieser Zisterne können bis zu 250.000 Liter Regenwasser gespeichert werden um anschließend dann für die Autowäsche im Waschpark B27 eingesetzt zu werden. Das Regenwasser welches in der Zisterne gesammelt wird, stammt von den Gebäude-Dachflächen des gesamten Au Ost 5 Areals: Dachflächen Waschstraße, Staubsaugerplätze, SB-Waschplätze, Produktionshalle, Verwaltungs- und Bürogebäude, zusammen ca. 3500 m².
  2. Eine eigene Kläranlage wurde, größtenteils unterirdisch, gebaut, um das benutzte Waschwasser so aufzubereiten, dass es wieder im Wasch-Kreislauf eingesetzt werden kann. Die einzelnen Komponenten der Kläranlage bestehen größtenteils aus Betongefäßen, die von innen beschichtete sind und je nach Bedarf Fassungsvermögen von 5.000 – 20.000 Liter haben.

Die gesamte Kläranlage umfasst viele einzelne Zwischenstationen:

Zuerst wird das Wasser während der Autowäsche im Kettenschacht der Waschstraße gesammelt. Von hier wird das verschmutzte Waschwasser über einen Ölabscheider nach und nach in drei hintereinander geschaltete Bioreaktoren geleitet. Der Ölabscheider verhindert, dass ausgetretenes Motoröl der Fahrzeuge direkt die restliche Kläranlage belastet.

In den drei Bioreaktoren, jeweils 20.000 Liter groß, sorgen speziell gezüchtete, festsitzende Bakterien dafür, dass die Öle und Fette sowie Benzine und Dieselkraftstoffe, die im Waschwasser vorhanden sind, zersetzt werden. Jeder Bioreaktor kann die schwer abbaubaren Produkte in immer kleiner werdende Stücke zersetzen.

Am Ende dieser Klärkette stehen drei große, runde, ca. 3 m hohe Filter, die die restlichen Abbauprodukte der Bioreaktoren herausfiltern können. Übrig bleibt ein aufbereitetes Wasser, welches Badewasserqualität hat und nun wieder für die Autowäsche eingesetzt wird.

Diesem oben beschriebenen Wasserkreislauf muss nur so viel Wasser nachgespeist werden, wie die Fahrzeuge über Karosserieritzen und Radkästen aus der Anlage heraustragen. Dieses Wasser wird Schleppwasser genannt. Solange sich Regenwasser in der Zisterne befindet, wird dieses benutzt.  Auf diese Weise kann der Einsatz von frischem Trinkwasser minimiert werden.

Technikraum
Technikraum

Fotoslideshow der Bauphase:

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